Berlin, 12.9.2022. Das ATZE Musiktheater veranstaltet 2022 wieder das hybride Junior Barcamp – die einzigartige Zukunfts-Unkonferenz. Warum Un-Konferenz? Ganz einfach – Weil beim ATZE Junior Barcamp alle gleichberechtigt die Inhalte bestimmen. Bis zum 7. Oktober können sich alle zwischen 9-13 Jahren aus dem gesamten deutschsprachigen Raum anmelden, um am Samstag den 15. Oktober dabei zu sein – vom heimischen Rechner aus oder in der Atmosphäre des ATZE Musiktheaters.

Klimawandel, Bienensterben, Plastikmüll, schlechtes WLAN in den Schulen, tierisches Leid, zu wenig Bücher in den Bibliotheken, aber zu viel Ungerechtigkeit in der Welt? Über viele Zukunftsthemen reden Erwachsene in Gremien und Büros von morgens bis abends. Im ATZE Junior Barcamp habt ihr Kinder das Sagen. Denn euch gehört die Zukunft!

Darum laden wir euch herzlich zum diesjährigen ATZE Junior Barcamp ein:

ATZE Junior Barcamp

Samstag, 15.10.2022, 10-14 Uhr

Online & im ATZE Musiktheater

Für alle Kinder zwischen 9-13 Jahren

Zur Anmeldung sendet einfach eine Mail an: pr@atzeberlin.de

Was euch erwartet…

… ist gewissermaßen, was ihr daraus macht. Ein Barcamp ist ein kreatives Diskussionsformat, das von der Beteiligung der Teilnehmer*innen lebt. Gemeinsam mit den anderen teilnehmenden Kindern bestimmt ihr, mit welchen Themen ihr euch an diesem Tag beschäftigen wollt. Anschließend besprecht und diskutiert ihr diese Themen in Kleingruppen. Ihr habt dabei die Wahl: Entweder ihr kommt ins ATZE Musiktheater und gestaltet den Tag vor Ort mit oder ihr schaltet euch von zuhause über den Computer dazu. Die Sessions, also die Diskussionsrunde mit den anderen Kindern, dauern in etwa 45 Minuten. Unterbrochen von einer kurzen Pause finden insgesamt zwei Sessions statt. Am Ende der Veranstaltung kommt ihr mit allen teilnehmenden Kindern wieder in einer Abschluss-Runde zusammen und präsentiert gemeinsam eure Ergebnisse.

Eindrücke vom Junior-Barcamp 2019

 

Kinder übergeben Graphic Recording aus ATZE Junior-Barcamp an Berliner Politiker*innen

Berlin, 15.2.2022. Gesundheit, soziale Ungleichheit, Klimawandel – die Themen, die im ATZE Junior-Barcamp vor der Landtagswahl 2021 durch die Kinder auf die Agenda gehoben wurden, könnten aktueller nicht sein. Und das ist keine Überraschung, ist Thomas Sutter, Gründer und Intendant des Atze Musiktheaters, überzeugt: „Kinder haben einen unverstellten Blick auf unsere Welt und beschäftigen sich viel intensiver mit den wesentlichen Punkten menschlichen Zusammenlebens, als die meisten Erwachsenen denken.“

Die Ergebnisse des mittlerweile fünften ATZE Junior-Barcamps bestätigen das einmal mehr. Das Konferenzformat, bei dem die Kinder selbstbestimmt und gemeinsam die Themen setzen und diskutieren, führte auch 2021 zu einem intensiven, lebhaften und vor allem kreativen Austausch. Die Theaterpädagoginnen des ATZE sowie engagierte Moderator*innen achteten dabei auf die Rahmenbedingungen, hielten sich inhaltlich jedoch bewusst im Hintergrund. Auf diese Weise entwickelten die Kinder eigenständig einen Forderungskatalog mit den aus ihrer Sicht wichtigen Zukunftsthemen, denen sich das politische Berlin annehmen sollte.

Graphic Recording des Junior-Barcamp 2021

Machtverhältnisse aushebeln

Damit „die Stimme der Zukunft“ – so das Motto des ATZE Junior-Barcamps – tatsächlich Gehör findet, wurden bereits zur Veranstaltung im vergangenen Herbst parteiübergreifend Politiker*innen eingeladen, die mit den Kindern diskutierten. „Wir haben dabei auf den richtigen Rahmen geachtet“, erklärt Denise Dröge, Leiterin der Theaterpädagogik beim ATZE. „Unser Ziel war eine ungezwungene Atmosphäre, in der die Kinder und Politiker*innen auf Augenhöhe miteinander sprechen konnten. Es geht beim Junior-Barcamp ja gerade nicht darum, dass Erwachsene die Welt erklären, sondern dass die gewohnten Machtverhältnisse ausgehebelt werden.“

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie und der Neukonstituierung des Berliner Abgeordnetenhauses kam es zu einer leichten Verzögerung. Doch nun konnten die Kinder endlich die Ergebnisse ihrer Konferenz in Form eines Graphic Recordings an Vertreter*innen der Berliner Politik übergeben: Heute empfing die Bezirksstadträtin für Schule und Kultur Stefanie Remlinger (Bündnis 90/Die Grünen) Kinder des ATZE Junior-Barcamps. Bereits vergangene Woche fand eine Übergabe im Berliner Abgeordnetenhaus statt, an der Franziska Brychcy (MdA, Fraktion die DIE LINKE), Regina Kittler (DIE LINKE Berlin-Marzahn-Hellerdorf), Klara Schedlich (MdA, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen), Louis Krüger (MdA Fraktion Bündnis 90/Die Grünen), Mathias Schulz (MdA, SPD-Fraktion), Roman-Francesco Rogat (MdA, FDP-Fraktion), Katharina Günther-Wünsch (MdA, CDU-Fraktion Berlin) und Gabriele Cocozza, (CDU-Fraktion Berlin Mitte) teilnahmen.

Ein wichtiger Reminder an die Berliner Politiker*innen, „die Stimme der Zukunft“ ernst zu nehmen. Denn die Weichen, die heute gestellt werden, betreffen die Erwachsenen von morgen, also die Kinder. „Und auf diese Stimmen im politischen Meinungsbildungsprozess zu verzichten, können wir uns gar nicht erlauben“, so Thomas Sutter.

Über das Junior-Barcamp: Angelehnt an das Prinzip einer offenen Tagung, deren Inhalte von den Teilnehmenden selbst entwickelt werden, bietet das ATZE Junior-Barcamp Kindern eine Plattform, um ihr politisches Bewusstsein zu schärfen und sich mit anderen über ihre Ideen auszutauschen. Das Konzept setzt auf Partizipation, Kreativität und Diversität. In diesem Setting erarbeiten und formulieren Kinder im Alter von 9-13 Jahren seit 2016 im atze Junior-Barcamp ihre Forderungen an die Politik.

Klimawandel, Bienensterben, Plastikmüll, schlechtes WLAN in den Schulen? Soziale Ungleichheit, tierisches Leid, zu wenig Bücher in den Bibliotheken, aber zu viel Ungerechtigkeit in der Welt? Im ATZE Junior Barcamp nehmen Kinder ihre Zukunft selbst in die Hand, setzen ihre Themen und diskutieren miteinander und mit Politiker*innen auf Augenhöhe. Kreativ, inklusiv und partizipativ machen sie „die Stimme der Zukunft“ hörbar.

Was ist ein Barcamp?

Das analoge Format „Barcamp“ wurde ursprünglich von und für Erwachsene entwickelt, die ihren digitalisierten Alltag für eine Zeit aufbrechen wollten. Es ist ein kreatives Diskussionsformat, das sehr stark von der Beteiligung der Teilnehmer*innen lebt und inhaltlich ohne Vorgaben auskommt. Die Themen eines Barcamps werden gemeinsam von den Teilnehmer*innen vor Ort bestimmt. Diskutiert werden die gesetzten Agendapunkte anschließend in Kleingruppensessions.
Begrüßung und die Vorstellungsrunde, bei der jede*r Teilnehmer*in zu Wort kommt, eröffnen die Veranstaltung. Gemeinsam folgt die Session-Planung sowie die Diskussion in kleineren Gruppen zu Themen, für die sich die Teilnehmer*innen jeweils interessieren. Es laufen immer so viele Sessions gleichzeitig wie Räume zur Verfügung stehen. Eine Abschluss-Session, in der das Plenum wieder zusammenkommt und sich in der großen Runde austauscht, schließen ein Barcamp ab.

Das ATZE Junior-Barcamp

Das Besondere am ATZE Junior-Barcamp ist, dass es sich nicht an Erwachsene richtet, die gewohnt sind, ihre politischen Ansichten zu diskutieren und sich mit anderen über Zukunftsfragen auszutauschen. Im ATZE stehen diejenigen im Fokus, die von den Entscheidungen der Politiker*innen in Zukunft besonders betroffen sind: Kinder. Dabei finden die Diskussionen nicht im abgeschlossenen Raum statt: Politiker*innen werden zur Veranstaltung geladen und begegnen den Teilnehmer*innen, durch einen von den Theaterpädagog*innen des ATZE gesetzten Rahmen, auf Augenhöhe.
Ausgelegt ist das Format für Kinder im Alter von 9 bis 13 Jahren. Während es seinen kreativen und partizipativen Charakter behält, gibt es Vorbereitungsworkshops, die verdeutlichen, wer im Verlauf die Gestaltenden sind. Abweichend vom ursprünglichen Barcamp-Konzept, werden im ATZE Junior-Barcamp auch die Sessions moderierend begleitet. Co-Moderator*innen unterstützen die Kinder, eigene Ideen konkret zu formulieren und die Diskussionen am Laufen zu halten. Einen besonderen Stellenwert finden kreative Formate, um die teils schweren Themen in den Sessions und Präsentationen spielerisch zu halten. So werden beispielsweise die Forderungen mit Legosteinen illustriert, ein Lastwagen des ATZE von den Kindern besprüht oder die Ergebnisse und Erlebnisse in einem Graphic Recording festgehalten.

Kein Selbstzweck

Durch den Austausch im ATZE Junior-Barcamp gewinnen viele. Die Kinder setzen sich in einem geschützten Rahmen und auf Augenhöhe mit anderen mit wichtigen Themen auseinander, zu denen ihre Meinung sonst nur selten gefragt ist. Für die Politiker*innen ist es interessant und wichtig, direkt mitzubekommen, welche Themen Kinder umtreiben, in was für eine Sprache sie kleiden und was sie bewegt. Die Kinder merken dabei, dass auch Politiker*innen ganz normale Menschen sind, die nicht auf alles eine Antwort haben und das sie selbst vielleicht gar keine schlechten Politiker*innen wären.
Das ATZE Junior-Barcamp findet seit 2016, wenn möglich, jährlich im Herbst statt.

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